Über uns

Auf der untenstehenden Seite sind Informationen über die Aufgaben und Struktur der Bildungsregion bzw. des Bildungsbüros zu finden.

Aufgaben und Struktur der Bildungsregion

Mit dem Landesprogramm Bildungsregionen unterstützt das Land Baden-Württemberg Stadt- und Landkreise bei der Einrichtung und Weiterentwicklung von Bildungsregionen. Der Jugendhilfeausschuss hat am 13. Dezember 2013 die Einrichtung einer Bildungsregion für den Landkreis Göppingen beschlossen.

Eine Bildungsregion ist ein aktives Netzwerk aus Politik, Verwaltung und Praxis, das in einer staatlich-kommunalen Verantwortungsgemeinschaft durch gemeinsame Ziele getragen wird. Die Bildungsregion verfolgt das Ziel, durch Vernetzung und Kooperation bestmögliche Bildungs- und Teilhabechancen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu schaffen und die regionale Bildungslandschaft im Landkreis Göppingen auszubauen, zu vernetzen und bedarfsorientiert weiterzuentwickeln.

Im Folgenden wird die Struktur der Bildungsregion abgebildet:

Struktur der Bildungsregion Landkreis Göppingen. Die Erklärung finden Sie im Abschnitt darunter.

Steuerungsgruppe der Bildungsregion

Die Steuerungsgruppe ist die strategische Einheit der Bildungsregion. Sie entwickelt das Leitbild sowie Ziele für die Bildungsregion und initiiert deren strategische Umsetzung. Sie ist aus hochrangigen Entscheidungsträgern von Land und Kommunen zusammengesetzt. In der Bildungsregion Landkreis Göppingen gehören ihr der Landrat, der Dezernent für Jugend und Soziales, der Kreiskämmerer, eine Vertreterin des Regierungspräsidiums Stuttgart und ein Vertreter des Staatlichen Schulamts Göppingen an. Vorsitzender der Steuerungsgruppe ist der Landrat.

Kuratorium der Bildungsregion

Das Kuratorium kommt mindestens zweimal im Jahr zu gemeinsamen Beratungen zusammen und verfolgt das Ziel, die Bildungsregion Landkreis Göppingen weiter zu entwickeln. Das Kuratorium hat den Zweck, das Bildungsbüro bei der Umsetzung seiner Aufgaben durch Informationsweitergabe, Kontaktanbahnung zum Aufbau von Netzwerken, „Bekanntmachung“ der Themen der Bildungsregion sowie durch punktuelle Mitarbeit an Pilot- und Modellprojekten zu unterstützen. Das Kuratorium besteht aus der regionalen Steuerungsgruppe, Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen im Kreistag, Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen und weitere Vertreterinnen und Vertreter aller Akteure im Bildungsbereich im Landkreis Göppingen. Vorsitzender des Kuratoriums ist der Landrat.

Aufgaben und Struktur des Bildungsbüros

Die Geschäftsstelle der Bildungsregion ist im Bildungsbüro des Landratsamtes Göppingen angesiedelt. Das Bildungsbüro möchte mit seiner „u.a. Mittlerfunktion“ Akteure zusammenbringen, Themen ansprechen, Projekte anregen und Impulse setzen, um eine neue Qualität im Zusammenwirken der vielfältigen Lernwelten und unterschiedlichen Bildungsorten in der Bildungslandschaft zu entwickeln.

Im November 2014 wurde das Bildungsbüro beim Kreisjugendamt bei der Abteilung Koordinierung und Planung (42.1) angesiedelt. Im Zuge der Organisationsentwicklung im Jahr 2020 entstand das Amt 32 (Amt für Schulen und Bildung) und das Amt 33 (Amt für Hochbau, Gebäudemanagement und Straßen). Das Bildungsbüro ist seit dem 01. Juli 2020 Teil des neuen Amts für Schulen und Bildung.

Im folgenden Schaubild wird die Struktur dargestellt:

Grafik der Struktur des Bildungsbüro. Die Erklärung finden Sie im Abschnitt darunter.

Bildungsmanagement

Das „Bildungsmanagement“ (seit 11/2014) setzt u.a. die in der Steuerungsgruppe BiG vereinbarten Schwerpunkte in Zusammenarbeit mit weiteren Akteurinnen und Akteuren und Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern um und initiiert sowie koordiniert darüber hinaus Aktivitäten der Bildungsregion.

Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte

Die Bildungskoordinatoren sind seid 03/2017 im Rahmen eines Bundesprogramms, gefördert vom BMBF tätig und ihre Arbeit ist bis März 2021 befristet. Die Aufgabe der Bildungskoordination liegt vor allem in der Unterstützung der neuzugewanderten Mitbürger und Mitbürgerinnen bei der Orientierung in der komplexen Bildungslandschaft im Landkreis Göppingen. Sie schaffen einen Überblick über die zahlreichen Akteure und ihre unterschiedlichen Zuständigkeiten. Ziel ist es, durch eine datenbasierte Analyse der Angebote und Bedarfe, Lücken zu erkennen und daraus Handlungsempfehlungen für Entscheidungsträger abzuleiten. Darüber hinaus sollen die Kooperationsstrukturen zwischen den Bildungsakteuren analysiert und optimiert werden.

Die Bundesförderung der zwei Stellen für die „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ wird Ende Februar 2021 auslaufen, da das Projekt als abgeschlossen gilt.

Koordination für die generalistische Ausbildung zur Pflegefachkraft

Mit Erlass des neuen Pflegeberufsgesetzes, welches zum 1. Januar 2020 in Kraft getreten ist, werden die bisherigen Pflegeberufe in der Altenpflege, der Gesundheits- und (Kinder-) Krankenpflege zu der generalistischen Pflegeausbildung zusammengeführt. Die Auszubildenden können den Abschluss zur „Pflegefachfrau“ oder zum „Pflegefachmann“ erwerben. An der Schule für Pflegeberufe der ALB FILS KLINIKEN GmbH, im Diakonischen Institut für soziale Berufe und an der Emil-von-Behring-Schule in der Trägerschaft des Landkreises kann der Abschluss zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann erworben werden. Bei der neuen generalistischen Pflegeausbildung müssen Praxiseinsätze in mindestens fünf Versorgungsbereichen wie der stationären Langzeitpflege (Pflegeheim), in der ambulanten Kurz- und Langzeitpflege (ambulante Pflegedienste), der stationären Akutversorgung (Krankenhaus), in der Pädiatrie und in der psychiatrischen Versorgung absolviert werden. Da die praktischen Inhalte der Pflegeausbildung nicht von einem Träger der praktischen Ausbildung allein sichergestellt werden können, sind Kooperationsverträge notwendig. Aus diesem Grund haben sich die Pflegeschulen, die Träger der praktischen Ausbildung, weitere Praxiseinsatzstellen und der Landkreis Göppingen zu einem Ausbildungsverbund zusammengeschlossen. Der Ausbildungsverbund umfasst derzeit über 80 Vertragspartnerinnen und Vertragspartner. Die für die Ausbildung notwendigen Kooperationen werden dadurch sichergestellt. Die Koordinierungsstelle für die generalistische Pflegeausbildung ist seit dem 1. September 2019 tätig und übernimmt die Koordination der praktischen Einsätze und unterstützt die Träger der praktischen Ausbildung bei der Umsetzung.