Projekte 2020

Projekt 1: Sprachcafe

Projektträger: Haus der Familie Villa Butz Familienbildungsstätte GP e.V.

Wer aus seiner Heimat geflohen und neu in Deutschland ist, braucht mehr als Sprachunterricht: Wichtig sind vor allem Kontakte und Freundschaften. Oftmals ist es jedoch Frauen mit Kindern nicht möglich an Integrations-/Sprachkursen teilzunehmen, um die Sprache zu lernen. Hier setzt das Projekt „Zusammen lernen-zusammen sprechen“ im Rahmen des Förderprogramms Demokratie Leben! an. In drei verschiedenen Sozialräumen können an 8 Terminen Frauen, die deutsche Sprache lernen, um im Alltag handlungsfähig zu werden und die Strukturen im Landkreis kennenzulernen. Angedacht sind folgende Themenfelder: Kennenlernen, Tageszeiten/Jahreszeiten, Einkaufen und Ernährung, Arztbesuch, Freizeitgestaltung, Erziehung und Bildung in Deutschland und interreligiöser Dialog mit Feste. Dabei orientiert sich die Dozentin an den vorhandenen Kenntnissen und am Bedarf der Teilnehmerinnen. Beim anschließenden gemeinsamen Frühstück kommen die Frauen ins Gespräch über alltägliche Dinge, Probleme im Alltag und Wünsche für die Zukunft. Auch die Kinder lernen beim gemeinsamen Basteln und Spielen erste deutsche Wörter. Das Angebot soll eine Brücke schlagen und den Frauen Bildung und Integration ermöglichen.

Projekt 2: Spielmobil erobert den Landkreis 2.0

Projektträger: Kreisjugendring Göppingen e.V.

Der Kreisjugendring Göppingen e.V.  konnte mit dem Projekt „Spielmobil erobert den Landkreis“ in diesem Jahr trotz der Corona-bedingten Einschränkungen in 17 Einsätzen fast 300 Kinder erreichen. Dies war möglich durch die starken Kooperationspartner in den bespielten Kommunen. In Donzdorf waren das der Jugendbeirat und der Donzdorfer Jugendring e.V. und in Geislingen der Stadtjugendring Geislingen e.V. Alle Rückmeldungen von Seiten der Kinder, Eltern, Betreuerinnen und Betreuer und weiteren Beteiligten bestätigen den nachhaltigen und wertvollen Effekt des offenen Spielangebots im Rahmen der Spielmobileinsätze. Wir sehen in der Spielmobilarbeit ein niederschwelliges Angebot für alle Kinder an dem sie i.d.R. *) ohne Anmeldung teilnehmen können und von qualifizierten Spielmobilerinnen und Spielmobilern betreut und unterstützt werden. Es entstehen flexible lebendige offene Spielplätze an den unterschiedlichsten Orten. Durch das Angebot können die Kinder demokratisches, tolerantes, vielfältiges, offenes und wertschätzendes Miteinander im Spiel erleben und erlernen.
*) Corona-bedingt war in diesem Jahr eine Anmeldung vor Ort erforderlich

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Kreisjugendring Göppingen e.V.

Projekt 3: Starke Mädchen - Starke Texte

Projektträger: Sport- und Kulturverein Genclik Geislingen e.V.

Mit unserem Projekt starke Mädchen – starke Texte hatten wir das Ziel, Mädchen mit und ohne Migrationshintergrund und geflüchtete Mädchen zusammen zu bringen, die sich in einem geschützten Raum kennenlernen konnten und gemeinsam, durch einen kreativen Prozess eine eigene Zeitschrift erstellen konnten, die sich mit den Themen der Mädchen beschäftigt. Dabei stand die Auseinandersetzung mit anderen Zeitschriften und den eigentlichen Themen, die in der eigenen Zeitschrift stehen sollten im Vordergrund. Die Zeitschrift, ihre Inhalte und die Schwerpunkte wurden gemeinsam gesetzt. Somit entstand eine Diskussionskultur, wo sich alle einbringen konnten, mit ihren eigenen Ideen, Vorstellungen, Werten und Themenschwerpunkten. Das technische Know How wurde den Mädchen in Workshops vermittelt. Darauf folgten die Texte und Inhalte der Mädchen, bis letztendlich mit dem Layout die Zeitschrift eine vollendete Form annahm. Auch wenn die Corona – Pandemie das Zusammenkommen erschwerte und viele Treffen online stattfinden mussten, so kamen dennoch regelmäßig 10 bis 12 Mädchen zusammen und entwickelten gemeinsam die Zeitschrift „MädchenStimme“.

Projekt 4: KANU-Projekt - Eltern-Kind-Gruppe für psychisch

Projektträger: Viadukt Hilfen für psychisch Kranke e.V.

Das KANU-Projekt ist ein präventives Unterstützungsangebot für psychisch erkrankte Eltern und ihre Kinder. KANU steht für: K – Kooperatio, A – Angemessener Umgang, N – Nicht entmutigen lassen, U – Unterstützung in schwierigen Situationen. Es stützt sich auf drei Säulen: Die Elterngruppe, die Kindergruppe und die Patenschaften. Start für das Projekt ist 2x im Jahr, am ersten Montag im März und im September. Es beinhaltet 10-11 Module à 90 Minuten und die Gruppen finden parallel zueinander statt. In der Elterngruppe werden Themen wie Erziehungsstile, Umgang mit unangemessenem Verhalten, aktives Zuhören und sinnvolle Konsequenzen behandelt. Sie ist auch ein Ort, an dem sich die Eltern mit ihren Erfahrungen austauschen und Tipps geben können. Die Kindergruppe soll den Kindern einen Raum bieten, in dem mit anderen Betroffenen in Kontakt kommen und sich ohne Scham und Angst austauschen können. Auch sind gemeinsame Aktivitäten ein wichtiger Bestandteil der Gruppe. Die Patenschaften sind ein weiterer wichtiger Bestandteil des KANU-Projekts, um den Familien auch außerhalb der Gruppe einen Unterstützungspartner an die Seite stellen zu können.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website Hilfe für psychisch Kranke e.V.

Projekt 5: Ein Sommer wie noch nie

Projektträger: Stadtjugendring Geislingen e.V.

Sechs Wochen coronagerechtes Ferienprogramm in Geislingen. Über 700 Kinder haben sich online für die knapp 150 Angebote angemeldet, die während der Sommerferien angeboten wurden. Tolle Netzwerkarbeit von Stadt- und Kreisjugendring, Jugendhaus Maikäferhäusle, Jugendgemeinderat, Evangelischem Jugendwerk, Skatepark-Verein, TG Geislingen, Verein Genclik, Jugendrotkreuz und vielen weiteren Einrichtungen in und um Geislingen.
„Wir können uns alle zusammen echt auf die Schulter klopfen“.
Hier eine kleine Auswahl der Angebote: Work-Shops im inklusiven Skatepark Geislingen, der um einen mobilen Pumptrack ergänzt wurde, Exit Rooms, Olympische Spiele, Rot-Kreuz-Rallye, Pilzexkursionen, Zaubershows, Wald-Tage, Wasserspaß bei den Siebenquellen, Jugger, Jagd nach dem Tintenkiller, Segelfliegen, Bubble-Soccer, Fotogramme, Nachtwanderung, Disc-Golf, Kochkurse, Beachparty, Tanzchoreo, Spielmobil, Flohmärkte, Networking-Evenings, u.v.m.. Und immer das tägliche "Basisangebot" von 10 - 17 Uhr auf dem Hegy-Schulhof mit Basteln und Spielen, abgerundet mit dem "Flippy-Land", der Hüpfburgenlandschaft auf dem Bolzplatz des alten Hallenbades, das 6 Wochen täglich 2 Spielzeiten für jeweils 100 Kinder angeboten hat.

Projekt 6: Workshopreihe trotz Corona-Einschränkungen

Projektträger: Skatepark Geislingen e.V.

Das Anliegen unseres Vereins ist es, den Skatepark in Geislingen für alle zugänglich und erlebbar zu machen. An unseren Workshops können Kinder und Jugendliche kostenlos Skateboards, BMX-Räder, Rollstühle, Scooter und Schutzausrüstung ausleihen. So können auch Kinder aus finanziell schwächeren Haushalten den Skatepark nutzen oder einfach mal etwas Neues ausprobieren.
Mit Hilfe von "Demokratie leben!" konnten wir in den Sommerferien 2020 zehn solche Workshops veranstalten. Insgesamt haben wir damit über 500 Menschen erreicht. In einem Jahr ohne Urlaub, ohne Geislinger Freibad und ohne viele Ferienfreizeiten waren unsere Workshops mitten in Geislingen für viele Kinder ein echtes Highlight. Neben dem kostenlosen Equipment und der Betreuung durch unsere Trainer, Helfer und der Mobilen Jugendarbeit konnten wir an allen Tagen etwas zu Trinken und eine Kleinigkeit zu Essen anbieten. Für viele Kinder aus den benachbarten Wohnblöcken konnte so eine regelmäßige, betreute Anlaufstelle geschaffen werden.
Wir bedanken uns bei Demokratie Leben für die Unterstützung und wollen im Jahr 2021 unsere erfolgreichen Workshops fortsetzen.

Projekt 7: Gesundheit vereint Demokratie

Projektträger: Rumi Kulturforum e.V.

An dem Projekt „Gesundheit vereint Demokratie. Gesundheitsförderung für Flüchtlinge - Der Schlüssel zur Integration“ nahmen 10 Flüchtlingsfrauen teil, das von 06.12.2020 bis 20.12.2020 als Seminartage und Workshop stattgefunden hat. Die Flüchtlingsfrauen haben sich durch das Seminar detailliert über die politische Struktur in Deutschland informiert. Hierzu gab es eine Debattierrunde. Die politische Lage in der eigenen Herkunftsland wurde mit Deutschland verglichen. 
Um die Flüchtlingsfrauen in die demokratische Gesellschaft zu integrieren, war es in dem Projekt wichtig, die Gesundheit dieser Menschen zu fördern. Deshalb wurden Workshops über Gesundheitsförderung und Prävention gestaltet. Detailliert wurden über gesunde Ernährung und über Bewegungsmöglichkeiten erfahren und die Stadt Göppingen mit ihren Sehenswürdigkeiten erkundet. Die Teilnehmerinnen waren zum Schluss künstlerisch aktiv. Filografiekunstwerke wurden gemeinsam erlernt und gestaltet. Jede Teilnehmerin hat sich ein Motiv für ihr Kunstwerk ausgewählt, dass für sie das Demokratieverständnis mit dem Kunstwerk verdeutlicht haben. Am Ende gab es eine kleine Kunstausstellung.

Projekt 8: Bürgerinformation für den inklusiven Bewegungspark an der Fils

Projektträger: Turnverein Altenstadt 1873 e.V.

In Geislingen soll im Jahr 2021 ein inklusiver Bewegungs- und Begegnungspark an der Fils entstehen. Initiator und federführend für das Projekt ist der TV Altenstadt, der auch das Gelände und die sportliche Leitung des Parks übernimmt. Um auf dieses Projekt aufmerksam zu machen und ehrenamtliche Mitarbeiter und Helfer zu finden, wurde Informations- und Werbematerial von den Projektpartnern erstellt. Die Projektpartner, bestehen aus 7 Organisationen aus Geislingen und dem Kreis Göppingen (JGR Geislingen, SJR Geislingen, Stadtbehindertenring, Kreisjugendring, Skatepark Geislingen e.V. sowie der Samariterstiftung Altenstadt) haben einen Flyer mit Bewegungsangeboten erstellt. Mit diesem Flyer soll das Thema Gesundheit und Bewegung in der Bevölkerung sensibilisiert werden und auf den Bewegungspark aufmerksam gemacht werden. Der Flyer sollte so gestaltet werden, dass auf einer Seite sportliche Übungen für jede Altersgruppe abgedruckt werden und auf der zweiten Seite Infos zum Bewegungspark. Die Übungen wurden von allen Teilnehmern des Projektes besprochen und zusammen mit einer Sportökonomin festgelegt. Die Fotos für die einzelnen Übungen wurden an einem Foto-Shooting selbst erstellt und die Werbemittel in der Gruppe besprochen und erstellt. Mit den Werbematerialien wurden Infostände an verschiedenen Geislinger Plätzen aufgebaut. Im ursprünglichen Projekt wollen wir in Supermärkten und Sportläden präsent sein – durch die Beschränkungen im Dezember durch Corona haben wir uns entschlossen auf Wochenmärkten und primär im Freien zu sein. Die Infostände wurden von kleinen 2er Teams betreut. Die Teams bestanden immer aus gemischten Teilnehmern. So arbeiteten Mitglieder des Stadtbehindertenrings zusammen mit behinderten Menschen und Sportlern des TV Altenstadt oder Skatepark um die Infomaterialien zusammenzustellen.